Mehlwürmer und Mehlkäfer als Futtertiere züchten.
Wo finde ich sie? Wie geht das?

“Mehlwurm” ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Larven des Mehlkäfers. Die 15 – 25 mm langen Mehlkäfer und ihre gelblichen, festen und ebenso langen Larven leben vorwiegend in Mehlprodukten, Pflanzenmulch. In freier Wildbahn sind sie auch in Tierkadavern zu finden. Sie sind Vorratsschädling in Küche, Vorräten und in der Landwirtschaft. Der Käfer ist weltweit verbreitet und zählt zu den häufigsten Kulturfolgern. Dass der Mehlwurm eigentlich kein Wurm, sondern eine Insektenlarve ist, erkennt man daran, dass sich die Larve häutet, wenn ihr der Chitinpanzer zu klein geworden ist. Der Mehlkäfer ist ein Kulturfolger.

Lebensraum

Getreidelager, Silos, Mühlen, Bäckereien, Lebensmittelfabriken, Küchen an Getreide, an Getreideprodukten, an Vogelnestern (Tauben und Statzen). Im Freien bewohnen sie, Mulm, verrottendes Holz, Kadaver. In der Umgebung der Menschen bewohnen sie Mehl und andere Getreideprodukte und halten sich bevorzugt an dunklen und kühleren Orten auf.

Als Schulprojekt ist die Zucht beliebt, kann aber, da es sich um lebendige Tiere handelt in ihrer Sinnhaftigkeit durchaus angezweifelt werden.

Merkmale

Die Larve

Länglich, drehrund, letztes Hinterleibssegment kurzkegelförmig mit 2 nach oben gerichteten Dornen. Hell nach der Schlüpfung, später gelb bis gelbbraun. Vor dem Verpuppen mit dunklen Segmentgrenzen. Die Larve besitzt drei Beinpaare, die sich im vorderen Körperbereich an den drei ersten Brustringen befinden. Die Beine sind gegliedert und enden mit je einer Kralle. Die Zwei Fühler am Kopf, bestehen aus je vier Gliedern. Mehlwürmer besitzen Punktaugen, eins direkt hinter den Fühleransätzen und eins 1 mm schräg dahinter, sie können “Hell” und “Dunkel” unterscheiden. Mit Hilfe ihrer Mundwerkzeugen (Beißzangen) können sie Nahrung festhalten und zerkleinern. Mehlwürmer können ein Alter von einem Jahr erreichen (je nach Temperatur und Nahrungsangebot). Larven können bis zu 9 Monaten ohne Nahrung überleben.

Häutungen der Larven: alle 5-14 Tage, ca. 14 mal bis zur Verpuppung.
Größe nach dem Schlüpfen: bis 3 mm
Größe beim Verpuppen: bis zu 30 mm
Verdauung: Sie verdauen Ihre Nahrung mit Hilfe symbiontischer Bakterie.
Überwinterung im Freien: Larven sind bei unter 5° C nicht lange lebensfähig.

Die Puppe des Mehlkäfers

Nachdem der “Mehlwurm” sich verpuppt hat, dauert es bis zu drei Wochen, bis aus der Puppe der Mehlkäfer schlüpft. Unter Zuchtbedingungen verkürzt sich die Puppenruhe meist auf nur 6 Tage.

Die Puppen sind anfangs weiß, fast durchsichtig und werden vor dem Schlüpfen gelb bis gelbbraun (wie die Mehlwürmer). In diesem gesamten Stadium der Puppe fressen die Tiere nicht und sind nur eingeschränkt bewegungsfähig. Sie können mit ihren Schwänzen schlagen, wie in einer “Zwangsjacke der Entwicklung”…

Tod: Ist die Färbung der Puppe schwarz, ist die Puppe tot.

Mehlkäfer und adulte Mehlkäfer

Größe: 15 bis 25 mm

Färbung: Zuerst in juvenilen Stadium heller Käfer, später Dunkelbraun bis schwarz im adulten Stadium, Unterseite: Rotbraun, Beine und Fühler haben eine rötlich-braune Färbung.

Körperbau: Länglich, mit zwei Flügeln unter schützenden Fügeldecken

Eiablage: einzeln oder in Gruppen in das Nährsubstrat.

Eizahl pro Pärchen: 77 – 570

Farbe des Ei: glänzend weiß, millimetergroß.

Lebensdauer der Käfer: 4 – 6 Wochen, nach der Eiablage sterben sie.

Flugverhalten Käfer: Käfer sind flugfaul, können aber trotzdem fliegen.

Aktivitätszeit: Nachtaktiv

Gute Färbung: Ist die Färbung des Käfers schwarz, ist der Käfer gesund.

Mehlwürmer und Mehlkäfer als Futtertiere für verschiedene Tiere

Mehlwürmer und Mehlkäfer sind (wie z.B. Heimchen und Grillen) eine gute Eiweißquelle und werden lebend mindest als Futterzusatz verwendet für: Mäuse, Rennmäuse, Akazienmäuse, Akazienratten, Streifengrasmäuse, Fische, als Fischköder, Reptilien, Geckos, Echsen, Heuschrecken, Spinnen, Schlangen, Schildkröten, Mäuse, Hamster, Zwerghamster, Lemminge, Ameisen, Vögel, Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Prachtfinken, dünnschnäbligen Prachtfinken, und anderes Geflügel. Sie werden in der Regel von den Tieren lebend verspeist. Jedoch kann es aufgrund des hohen Fett- und Eiweißgehaltes zu einer Überfütterung kommen.

Viele Terrarienbesitzer verwenden Mehlwürmer nur zum Aufpäppeln und Stärken ihrer Tiere. Mache Tiere sollten nur die Käfer essen.

Mehlwürmer sind nicht nur ein guter Eiweißspender zur Fütterung oder Winterfütterung, sondern vertilgen auch in kleineren Mengen Küchenabfälle, die sonst ungenutzt blieben.

Für die Nachkommen eurer Haustieren empfehle ich ich keine “Mehlwürmer” allerhöchstest frisch geschlüpfte, wenn überhaupt…

Verwechslungsgefahr (z.B. im Laden, Tierbedarf, Gartenmarkt) diese werden auch als “Mehlwürmer groß” oder “große Mehlwürmer” verkauft: Den Mehlwurm bitte nicht mit Zophobas verwechseln (sehen aus wie Mehlwürmer, nur um einiges größer). Diese Tiere sind keine einheimische Larven/Käfer und können das Ökosystem nachhaltig schädigen! Verfüttern der Zophobas kann bei manchen Vögeln vor allem bei Jungtieren Unverdaulichkeit und zu Problemen im Verdauungstrakt führen. Sie besitzen Pygidialdrüsen, die ein für den Menschen stinkendes Wehrsekret abgeben können. Diese Tiere verpuppen sich nicht in geselschaft, damit die Puppen nicht gefresssen werden.

Achtung: Diese Larven beißen agressiv und können starke allergische Reaktionen auch beim Menschen hervorrufen!

Weitere Verwechslungsgefahr: Es gibt Buffalowürmer, die sehen auch aus wie Mehlwürmer, sind viel kleiner.

Fütterung: Was essen Mehlwürmer und Mehlkäfer?

Korn, Mehl, Kornmischungen, Brot, Brotreste, Cornflackes, Haferkleie, Kleie, Müsli, Semmelbrösel, Weizenschrot, Obst, Apfel, Bananen, Kiwi, Kirschen, oder anderes Obst, Obstabfälle, Gemüde, Rotkohl, Karotten, Kartoffeln, Möhren, Fleisch, Nüssen, Knochen, Banane, Salat, Endiviensalat, Gurke, Mais, Eicheln, Segemehl, Korken, Hundefutter, Fleisch, Fischfutter, Fisch-Flockenfutter, Fisch, Katzenfutter, Essensreste und alles was auf den Kompost sollte. Sie fressen fast alles…

Nassfutter und Obst mit der weichen Seiten zum Boden legen, damit die Würmer sich von unten nach oben fressen können. Nicht zuviel Feuchtnahrung, sonst fängt es an zu stinken und schimmeln! Etwas Bierhefe oder Preßhefe, auch in Tablettenform aber vorher zereinert, kann man zum Feuchteausgleich ebenfalls hinzutun.

Licht: Zusätzliches Licht brauchen sie nicht, diese Tiere lieben die Dunkelheit. (Standort Keller, entfernt von Küche und Vorräten)

Embryonalentwicklung: 18-35° C; optimal: 25-27° C / 65% relative Feuchte.

Luftfeuchte: 10-100% relative Feuchte

Entwicklungsdauer: 5 – 6 Monate bei 27°C; in ungeheizten Räumen ca. 1 Jahr.

optimale Entwicklung: 25-27° C / 60% – 70% relative Feuchte

Entwicklungsstopp: 10° C

Hitzetod: bei 42,5 ° C nach 4 Stunden; bei alten Tieren kürzer.

Generationen/Jahr: 1; maximal 2

Überwinterung: im Freien möglich, Puppe sind am widerstandsfähigsten; Larven sind bei 5° C nicht lange lebensfähig.

Fraßschäden: Fraß an Getreide und Getreideprodukten, Zerstörung von Isoliermaterial auch in Tierställen.

mögliche Krankheitsübertragungen: Käfer sind Zwischenwirte und Überträger vom Rattenbandwurm (Hymenoepis diminuta) auf den Menschen (Käfer). Mehlwürmer ausserdem den Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) auf den Menschen übertragen, weshalb sie vom Menschen nicht roh verzehrt werden sollten.

Kletterverhalten: Die Würmer klettern schlecht aus glatten Kunststoff oder Glasgefäßen heraus. Trotzdem sollten diese abgedeckt und der Rand einer Zuchtschale immer sauber gehalten sein! Käfer klettern schlechter als die Larven können aber fliegen. Besondere Vorsicht ist in diesem Punkt angesagt. In Aquarien klettern beide gerne an Silikondichtungen in den Ecken heraus.

Mehlwürmer Züchten: Eine Anleitung

Die Zucht ist problemlos möglich und kostet abgesehen von ein paar wenigen Anschaffungskosten (für Verwerter kostet kein Geld) jedoch immer wieder etwas Zeit. Besonderer Hinweis: Diese Tiere sind Tiere und sollten als solche behandelt werden!

Zuchtstamm: ca. 500 g Mehlwürmer (je nach Bedarf und Belieben weniger!!!)

Zuchtbehälter: 3 Glas- Kunststoffkisten oder Salatschüsseln ( 40 x 40 x 30 L x B x H ), mit einem Tuch abgedeckt. Benutzt man hierfür ein Netz, sollte es möglichst engmaschig sein damit keine Obstfliegen hinein- und keine kleinen (3.Schale) Mehlwürmer herausklettern (Moskitonetz). Die Zuchtbehälter sollten recht flach sein (Salatschüsseln ca. 30 cm) das erleichtert das Auslesen der Tiere.

Substrat: Semmelbrösel, Weizenschrot, Haferflocken und Mehl, oder auch Weizenkleie, Maismehl, Reismehl, Hartweizengries, Parniermehl, Semmelbrösel, Weizenschrot und ein wenig Sand zusammengemischt auf 3 Stapelboxen verteilt. Man kann zusätzlich Holzspäne/Holzmehl untermischen. Das Substrat sollte ca. 3 – 4 cm tief sein.

Lüftung: Die Zuchtkisten sollten täglich gelüftet werden bzw. wenn nicht mit einem Luftdurchlässigen Tuch bespannt sein (dann kann eine zusätzliche Lüftung eventuell vernachlässigt werden). Die Luftfeuchtigkeit darf bei Mehlwürmern nicht hoch sein, und so ist weniger die Gefahr gegeben, dass ein Problem mit Milben entsteht. Wenn sich Kondenswasser an den Wänden bildet, dann läuft mit Sicherheit etwas schief (zu wenig Substrat? zu viel Nassfutter? zu wenig Lüftung?) und Abhilfe ist dringend erforderlich! Hier droht die Gefahr von Fäulnis, weil das Wasser an den Wänden herunterläuft und sich stets an den selben Stellen sammelt! = Schimmelbindung!

Wasser: Kein Wasser hineinschütten! Die Tiere gewinnen die Feuchtigkeit aus dem Feuchtfutter! Schüttest Du Wasser hinein ersticken sie auf jeden Fall: An verklebtem Mehl und Getreide!

Du brauchst 3 oder mehr Zuchtbehälter am besten Schalen:

Die Zucht

Zucht ansetzen: Die gesamte Menge der Mehlwürmer wird in die erste Schale gegeben. Dort verpuppen sich die Mehlwürmer. Das dauert je nach Größe 3-6 Wochen dauert.

Nach der Verpuppung: Nach und nach wird man die ersten Puppen in der ersten Kiste finden, diese werden aussortiert und mit einem Löffen in die zweite vorbereitete Kiste gegeben. Tote Würmer sind schwarz und hart, diese werden mit einer Pinzette aussortieren. Gute Larven sind hell. Schwarze oder graue Larven sind tot, diese sollten aussortiert werden. Gesunde Larven kann man ohne Sorge an Leopardgeckos verfüttern.

Die Käfer: Etwa nach 3 Wochen entwickeln sich aus den Puppen hellbraune Käfer (die später schwarz werden), diese werden aussortiert und in die 3. Kiste gegeben werden. In diese Schale legt man dann einige Eierkartons und gibt einen halben Apfel oder Gurke (etc.) als Futter für die Käfer.

Die Eiablage: Nach einigen Tagen werden (in der 3.Schale) die hellbraunen Käfer schwarz und sind voll entwickelt und zur Eiablage bereit. Nach der Paarung ( eines Weibchens und eines Männchens ) dauert es ca. 10 Tage bis zur ersten Eiablage. Die Käfer legen jetzt nach jeder Paarung Eier in den Untergrund. Die Eier brauchen ca. eine Woche bis daraus die ersten winzigen Mehlwürmer schlüpfen (2-3mm). Achtung: Dieses Substrat enthällt Eier! Nicht unbesorgt verstreuen!

Die Käfer und die jungen Mehlwürmer müssen nicht unbedingt getrennt werden, da die Käfer schon nach ca. 1 Monat sterben. Die jungen Mehlwürmer entwickeln sich sehr schnell. Nach ca. einem Monat sind es schon genügend Würmer um sie weiterzuzüchten und/oder als Futtertiere zu verwenden.

Eventuell zusätzlich: In der (3. Kiste) Käfer-Kiste 20 Blätter zerissenens Küchenpapier oder Kaffeefilter übereinander legen, worin die Weibchen ihre Eier ablegen können. Wichtig ist, das man Täglich das Küchenpapier befeuchtet, damit die Eier die nötige Feuchtigkeit erhalten, und die Käfer etwas zu “Trinken” haben. Bessere: Ausreichend Substrat so wie in den anderen Schalen und ein Stück Obst hinzugeben.

Die Zuchtbehälter sollten an einem Ort mit über 22°C gelagert werden. Bei niedrigeren Temperaturen dauert die Entwicklung doppelt so lange und der Ertrag wird eher gering ausfallen.

Zucht in kleinen Mengen: Für die Zucht in kleinen Mengen kann man ein Marmeladenglas nehmen (ca. 15 cm hoch). Der Deckel wird durchlöchert oder besser anstelle dessen ein Tuch mit Gummiring gespannt. Dort finden 5-10 Mehlwürmer Platz. Man Verfährt ansonsten wie oben beschrieben.

Fragen und Antworten:

Wenn Puppen oder Würmer schwarz werden ist höchstwarscheinlich die Luftfeuchtigkeit in den Behältern zu hoch oder zu niedrig. Sie sollte 50-70% betragen (nicht trocken aber auch kein Niederschlag am Gefäßrand). Eine gewisse Sterberate ist allerdings nicht abzuwenden. Tote Tiere alsbald entfernen.

Kleine Vogel oder Jungvögel können den harten Chitinpanzer der Mehlwürmer nicht verdauen. Verfüttert an Vogeleltern mit Jungvögeln nur frisch gehäutete Würmer. Diese sind an ihrer hellen Farbe leicht zu erkennen. Die Puppen widerum sind zur Verfütterung nicht unbedingt geeignet, da sie einen “Stachelkranz” um die spätere Kopfpartie haben, dieser kann bei Vögeln zu Störungen der Verdauung führen und im schlimmsten Fall kann sich die Puppe in der Speiseröhre verhaken und innere Blutungen hervorrufen.

Keine schwarzen Larven verfüttern, diese sind tot und ungenießbar. (Bakteriengefahr)

Mehlwürmer fressen fast alles. Siemögen z.B. Löwenzahn frisch oder getrocknet oder andere getrocknete Gräser aber auch Essensreste. Nicht zu viel Nassfutter geben ein viertel Apfel genügt, bis sie ihr ganz gegessen haben. Denkt dran je besser ihr die Mehlwürmer haltet und je besseres Futter ihr ihnen gebt, desto gesünder sind sie für euren großen Tiere.

Und: Kein Katzenstreu als Sand verwenden. Katzenstreu saugt alles Wasser auf.

Natürlich entwickeln sich nicht alle Tiere gleich schnell, es sind also auch dann noch muntere Würmer da (die aber jetzt recht fett geworden sind können). Neue Larven immer wieder “umsiedeln”. Nach wiederum 2 – 3 Wochen haben sich die Larven zu Käfern entwickelt: Sie sind jetzt schwarz (jetzt ist das die richtige Farbe) oder rotbraun.

Achtung: Man sollte täglich mit den Würmern und Käfern reden (Larven brauchen das nicht). Ich erzähle ihnen, daß sie ein schönes Leben haben sollen, bevor sie gefressen werden. Sie reagieren meist verständnisvoll und anschmiegsam.

Wenn ihr keine Geld habt Mehlwürmer selbst zu kaufen verucht es mal mit einer Scheibe Knäckebrot, da sind meistens welche dran. Einfach hochkant auf einen Teller legen, abdecken, und ein paar Tage in den Kühlschrank legen. Wenn ihr Glück habt habt ihr Mehlwürmer und
braucht nicht zum nächsten Tierhandel laufen. Allerding sind 100 Gramm in der Zoohandlung/Anglerbedarf für weniger als 3 Euro zu haben.

Nachdem die Mehlwürmer gekauft wurden, holt man alle Würmer raus und schmeißt am besten das Substrat, dass so ekelhaft riecht, gleich weg. Tote Larven bitte gleich hinterher.

Käfer und Larven sind recht gefräßig und knabbern sich gerne mal gegenseitig an. Oder gehen an die Puppen. Um solche Todesfälle in Grenzen zu halten, trennt man sie alsbald.

Die Puppen findet man hauptsächlich an der Oberfläche des Substrats. Einfach die Schale mehrmals schwenken und die Larven einsammeln: Und ab in den nächsten Behälter!

Die Tiere brauchen etwas zu trinken und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit wirkt sich ebenfalls positiv auf die Population aus. Lege entweder Obst in die Schale oder flächendeckend Kaffeefilter oder Küchenpapier in Streifen und besprühe diese alle 1-2 Tage leicht mit Leitungswasser, so daß das Papier vollkommen mit Wasser benetzt ist. Aber nicht richtig nass machen, sonst verklumpt das Substrat und wird hart wie Stein. Eine Blumenspritze ist hierfür ideal.

Wichtig: Wöchentlich solltest du den Käfern und Larven frisches Gemüse anbieten, wie Salate usw. Aber nur soviel wie die innerhalb 1 – 2 Tagen ohne Reste verputzen können, sonst schimmeln oder faulen die Reste die nicht aufgegessen wurden.

Jedesmal beim Besprühen der Papiereinlage oder wechseln des Nassfutters gleich nachschauen ob Puppen an der Oberfläche zu sehen sind und gleich einsammeln (Gefäß schwenken). Käfer können gleich zu den anderen in Schale 3 gesetzt werden.

Papierlagen können 1-2 monate lang verwendet werden, bis diese durchlöchert oder unansehnlich ausschauen.

Todesfälle von Larven können leider nicht vermieden werden, daher nicht allzu viele Leichen im Boden belassen. Ab und an mal die ausgetrockneten Überbleibsel mit der Pinzette aussortieren. Tote Tiere können extrem stinken, wenn diese frisch verwesen!!!

Wenn’s mal unangenehm riecht ist unbedingt Aufräumen angesagt. Das Substrat lässt sich prima mit einem Küchensieb aussieben. Eventuell verschiedene Maschengrößen verwenden. Sehr feine, sieben die Mehle und Kot aus. Ideal um die größeren Stücke des Substrat zu behalten um nur die Mehle zu erneuern. Aber vorsicht mit Schale 3: Frische Larven/Eier passen dennoch durch die feinen Maschen. Also nicht unbesorgt wegwerfen oder in der Wohnung oder Keller verstreuen!

Achtung: Wenn Probleme mit Mehlmilben auftreten, dann muss das komplette Substrat erneuert werden und das alte sofort eingetütet draußen in die Tonne geworfen werden! Die kleinen Biester erkennt man am Geruch, riechen extrem süssich und krabbeln überall rum. Auch am Deckel und an den Wänden der Kisten. Die sind überall an kleinen weisse Punkten zu erkennen die sich langsam fortbewegen. Manchmal sieht man ganze Kolonien von ihnenn auf dem Boden. Sie sehen dann aus wie behaarte Haufen die sich langsam hin und her bewegen.

Nassfutter zu 3/4 Teilen für die Larven und 1/4 für die Käfer.

Nährwert Zusammensetzung von Mehlwürmer / Mehlkäfer pro 100g

Fett 42 g / 15 g : ca. 9 % / 2 % ?
Eiweiß 45 g / 62 g : ca. 20 %
Kohlehydrate 1 g
Feuchtigkeitsgehalt 61,9 – 67,41 relative Feuchte
Calzium 10 mg / 9 mg : ca. 0.4 % ?
Phosphor 270 mg / 6 mg : ca. 0.3 % ?
Kalorien 204
Schlusswort

Diesen Punkt wollte ich noch einmal besonders unterstreichen.

Man muß wirklich sehr gewissenhaft arbeiten. Nicht nur, dass sie nicht ausbrechen, sondern auch, daß man nicht versehentlich beim Säubern der Schalen oder Entnehmen der Futtertiere Substrat verstreut, in dem sich immer Eier befinden können. Die Tiere können sehr gut freilaufend in der Wohnung gehalten werden…