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PONG INVADERS REALITY auf der GAMESCOM Köln 2012

Wir spielen gegen eine Projektionsfläche, die Projektion reagiert auf die Einschläge der Bälle, diese Installation wird mittels "Tischtennisspiel" bedient.

So treten wir in diesem Spiel mit realem Tischtennisschläger, realem Ball, gegen angreifende Aliens an, die uns unsere vier liebsten Schläger am unteren Rande des Monitors entwenden wollen, wodurch das Spiel verloren wäre - in Anlehnung an klassische Computerspiele.

Die Installation greift Elemente aus Popkultur und Breitensport auf, führt virtuelle und greifbare Welt zusammen. Generationsübergreifend wird ein Raum der Kommunikation eröffnet. Doch es ist kein Motion Sensitives Game dieser Tage. Es entpuppt sich sofort als sportliche Herausforderung klassischer Art.

 

PONG INVADERS REALITY ist seit Anfang 2014 als Teil der Dauerausstellung spielbar bei GAME SCIENCE CENTER Berlin.

"A visitor favourite would have to be "Pong Invaders" a fusion of ping pong and space invaders that is quite addictive." - mydestination.com/berlin

Gaming Experte Jakob Kopczynski schreibt über PONG INVADERS REALITY

Ok, Ihr guten Seelen, an dieser Stelle muss ich ein wenig ausholen. Kennt Ihr Justin Vernon? Wohl eher bekannt als Barde von Bon Iver, der sich einst für Monate in eine Hütte im winterlichen Wisconsin zurückzog, um eine kleine Folk Revolution zu starten. Er kam mit seinem Debut „For Emma..“ nach Hause und die Freunde der leisen, intensiven Töne waren sich einig: „das hier zieht die Wurst vom Teller!“. Spätestens ab diesem Zeitpunkt, trägt die Indie-Welt Vollbart und Flanell und singt dazu in Kopfstimme Lieder von Wäldern, Wiesen, Tälern.

Ungefähr so - zumindest in meiner Phantasiewelt - muss das großartige, revolutionäre PONG INVADERS entstanden sein. Ein hochgewachsener Kunststudent zieht sich in sein Haus im Offenbacher Vorort zurück und grübelt, lötet und schmiedet, dass sich die Balken biegen.Heraus kommt zwar nicht ein Werk, das von Schmerz, Einsamkeit und Katharsis handelt, jedoch und trotzdem ein Kunstwerk, das große Bedeutung hat.

Nicht unbedingt inhaltlich - denn die Story des Spiels ist nicht komplex und vermeintlich schnell erzählt: die Alien Invasion naht und muss mit Ping Pong Bällen vereitelt werden, letztendlich gewinnen stets die Aliens, lange überleben ist Spielziel.

Die Wahrheit über PONG INVADERS liegt tiefer, sie muss gefühlt werden, es geht um diese perfekte Symbiose aus Games Klassiker (=Geschichte und Kultur und damit Erinnerungen an goldene Zeiten, remember Arcade und C64?), Tischtennis (=Geschichte und Kultur und damit Erinnerungen an goldene Zeiten, könnt Ihr Euch an „Runde“ während der Pausen in der Grundschule erinnern?) und der Haptik, dem Style, Design, Entertainment, Freude!

Eine kleine Games Revolution.. Oder um es mit den Worten von Sven Regener zu sagen: Stark!

Jakob Kopczynski, Initiative Creative Gaming, 2015

PONG INVADERS REALITY auf der GAMESCOM Köln 2012